Herkunft und Geschichtliches
 
Frankreich hat Aenderungen im FCI-Rassestandard 172 vorgenommen, dieser ist jedoch vorläufig nur in
französisch oder englisch vorhanden.
 
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Ursprünglich waren Pudel Jagdhunde, spezialisiert auf die Wasserjagd, daher das charakteristische Haarkleid. Der Name kommt vom alt-deutschen puddeln und bedeutet im Wasser planschen.  Es wird gesagt, er hätte in seiner Geschichte sogar auch als Hütehund gedient, was aber nicht bewiesen ist. Der Jagdtrieb des Pudels darf auf keinen Fall unterschätzt werden, insbesondere bei den Grosspudeln.

Beschreibung

Das Fell eines Pudels ist fein, wollig, dicht und gekräuselt. Es fühlt sich fest an und unterliegt keinem Fellwechsel. Die Farben sind: einfarbig schwarz, weiss, braun, apricot, und grau bzw. silber, die Farbe rot ist erst seit dem neuen Rassestandard vom März 2007 anerkannt. Zwerg- und Kleinpudel werden auch in den Farben schwarz-weiß bzw. seltener in braun-weiß gescheckt gezüchtet. Diese Farbvariante nennt sich "Harlekin". Eine weitere Farbvariante ist "black and tan", auch als "schwarz-marken" bezeichnet.

Das Fell des Schnürenpudels (abgestorbene Haare, die im Fell stecken bleiben) dreht sich nach einiger Zeit zusammen und bildet damit seine typischen Schnüre, die mindestens 20 cm lang sind. Die Tatsache, dass er nicht haart, erleichtert die Haltung.

Die vier Pudelvarianten unterscheiden sich nur in der Größe und nicht im Erscheinungsbild. Sie sind quadratisch gebaut und bewegen sich sehr stolz. Ihr Rücken ist kurz und ihr Brustkorb tief. Ihr Gang wirkt fast tänzerisch und ist sehr elegant. Die Schnauze ist gerade und lang und zudem besitzt der Pudel lange und breite Schlappohren, die dicht am Gesicht hängen. Die leicht schräg gestellten Augen sind schwarz oder dunkelbraun, die Nase ist schwarz. Braune Exemplare verfügen jedoch über bernsteinfarbene Augen und eine braune Nase. Die Rute sitzt hoch und wird gerade und aufrecht getragen.
 

Schädel eines Grauwolfes

Schädel eines Pudels

Schädel eines Chihuahua


Der noch heute gültige Rassestandard wurde im Jahr 1936 von der FCI genehmigt. Frankreich erhielt das Recht  auf das Standardland erst, als Deutschland offiziell darauf verzichtet hatte.

Grosspudel (auch Königspudel genannt): ab 45-60 cm, ideal 60 cm ± 2 cm, 20–30 kg

Mittelpudel: ab 35–45 cm, um 15 kg

Zwergpudel: ab 28–35 cm, um 6 kg

Toypudel: ideal sind 25 cm, aber auf jeden Fall unter 28 cm, bis 5 kg

Wesen

Pudel sind intelligente Hunde, sehr lebendig, verspielt, lernwillig, kinderlieb, sportiv, sehr wachsam. Großpudel sind gute Wächter und beschützen ihre Familie und deren Eigentum. Dabei sind sie nicht aggressiv, sondern aufgeschlossen, umgänglich und unkompliziert mit Kindern.

Der Jagdtrieb, gerade beim Großpudel, sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Mit konsequenter Führung und richtiger Ausbildung können jedoch solche Triebe in richtige Bahnen gelenkt werden. (Dies muss aber im Welpenalter geschehen). Ein großes Plus der kleineren Pudelrassen sind das hohe zu erwartende Alter und die Stabilität, mit der sie Krankheiten bewältigen.

Verwendung

Der Großpudel wird oft unterschätzt. Er ist in jeder Sparte des Hundesports einsetzbar. Grosspudel werden als Blinden-Katastrophen- oder sogar als Schutzhunde ausgebildet.

Pflege

Da diese Hunde nicht haaren, müssen sie regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen, gebadet und geschoren werden. Sie müssen zudem regelmäßig gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt. Da der Pudel nicht haart, ist er für Tierhaarallergiker geeignet, die auf Hundehaar ansprechen.

Eine seltene Variante ist der Schnürenpudel. Das Fell wird nicht getrimmt und nicht gebürstet, die dabei entstehende Verfilzung ist erwünscht. Als einzige Pflegemaßnahme werden die verfilzten Haare in schmale Streifen gerissen, eine Länge von 20 cm und mehr wird angestrebt.

Bewegung

Vor allem der Grosspudel hat einiges an Bewegung nötig. Ob schwimmen, apportieren, Ball spielen, Gehorsamkeits- oder Geschicklichkeitsübungen, der Pudel ist für alles zu begeistern.

Weblink
Poodle History (englisch)